Der Traum vom Eigenheim – Unser Grundstück

Nachdem wir die Entscheidung getroffen hatten unser eigenes Haus zu bauen waren wir zunächst auf der Suche nach dem passenden Grundstück. Das war nicht so einfach, da wir hauptberuflich in unterschiedlichen Orten arbeiten. Also suchten wir ein Grundstück was in der Mitte zwischen den Hauptjobs mit vernünftiger Anbindung zu beiden Orten lag.  Zudem war uns für unser zweites Standbein, die Fotografie wichtig, das wir eine kurze Anfahrt zur Autobahn haben, da wir oft  Aufträge haben die uns in alle Ecken der Region und manchmal auch darüber hinaus führen.

Neben diversen Suchaufträgen via Internet bei immonet, immobilienscout24 und co, haben wir zusätzlich die in Frage kommenden Gemeinden nach Grundstücken und neuen Baugebieten geprüft. Oft haben wir einfach das Abendessen eingepackt und dann in diversen Baugebieten ein kleines, privates Picknick veranstaltet um uns einen Eindruck von der Gegend zu machen. Erstaunlich was wir dabei alles feststellten, von Straßenlärm über Fluglärm…bis hin zu Bohrlärm aus einer nahe gelegenen Fabrik. Wir könne nur jedem empfehlen sich hierfür ebenfalls Zeit zu nehmen und sich die Region, in der man sich Niederlassen möchte, genau anzuschauen. Sicher kann man nicht alles prüfen. Doch ein paar Dinge die man persönlich störend findet fallen einem dann doch auf, wenn man sich vor Ort etwas mehr Zeit nimmt! Immerhin ist das die Entscheidung für den Platz, an dem man – wenn alle gut geht – sein restliches Leben verbringt.

Schließlich entschieden wir uns für die Bewerbung auf ein Grundstück im Neubaugebiet von Eutingen im Gäu. Kurz vor Weihnachten erhielten wir ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Die Zusage der Gemeinde auf unsere Bewerbung!

Zwischenzeitlich sind alle Formalien, die Finanzierung und die Termine beim Notar erledigt und wir sind jetzt stolze Besitzer von einem knapp 750 m² großen Grundstück. Unser Grund und Boden ist fast eben, unbewachsen bis auf ein paar Grashalme, und liegt direkt neben einer Grünausgleichsfläche – sprich direkt hinter uns wird niemand bauen. So haben wir  im Anschluss an unseren Garten immer noch ein paar Meter extra Blick ins Grüne…. na ja, auf den Lärmschutzwall etwas weiter hinter der kleinen Streuobstwiese, die da gepflanzt wurde. Der schützt das Neubaugebiet vor Lärm aus dem kleinen Gewerbegebiet. Wir hoffen dass der Lärmschutzwall gute Dienste leistet bzw. dass wir Ihn nicht benötigen werden. Wie man uns sagte ist der dortige Betrieb aktuell nicht in Nutzung. Bei unseren Besuchen war es immer sehr ruhig und niemand war zu sehen. Aber vor Veränderungen kann man natürlich nie sicher sein. Man kann nur bei der Auswahl die bis dato vorhandenen Umstände berücksichtigen.

In jedem Fall sind wir binnen weniger Minuten auf der Autobahn. So sind wir gut erreichbar und können selbst schnell überall sein. Ebenso ist die Anbindung an unser Hauptjobs gegeben.

Und so sieht unser Grundstück auf dem Plan aus (das orangene Feld 🙂 )

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Unser neues Fleckchen Heimat ist ein Gemeindegrundstück. Mit der Gemeinde Eutingen haben wir einen zuverlässigen Partner, der alles schnell und einwandfrei abgewickelt hat. Wir können gar nicht sagen, wie dankbar wir sind, dass der Gemeinderat uns die Zusage erteilt hat. Nach nur einem Dreivierteljahr Grundstückssuche hatten wir so schon den ersten wichtigen Schritt zum eigenen Haus erreicht. Andere hatten da ganz andere Horrorgeschichten über die Grundstückssuche erzählt. Gott sei Dank war das bei uns nicht so, dass wir jahrelang suchen mussten und dann mit einem Kompromiss leben müssen. Für uns passt das Grundstück prima.

An dieser Stelle noch ein Tip, für den Fall, dass Ihr das Grundstück oder einen Teil davon noch fremdfinanzieren müsst: Bei Gemeindegrundstücken kann oft keine Grundschuld eingetragen werden. Die Bank möchte aber erst auszahlen, wenn die Grundschuld eingetragen wurde. Also kann es vorkommen, dass jeder vom anderen den ersten Schritt erwartet und es nicht vorwärts geht. Bevor Ihr Eure Finanzierung abschließt, lasst Euch von der Bank bestätigen, dass die Zahlung für das Grundstück auch ohne Eintragung der Grundschuld erfolgt. In diesem Fall sollte eine Grundschuldbestellung ausreichen.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle, die uns bis hierher ermutigt und unterstützt haben.

Und das isses dann:

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Architektengespräch

Das lang ersehnte Architektengespräch hat stattgefunden und wir wurden von unserem Fachberater unserem Architekten vorgestellt der unser Bauprojekt betreuen wird. Zwischenzeitlich hatten wir zum bereits vorhandenen Entwurf noch einen eigenen Entwurf gefertigt. Wir wollten unseren Fachmännern von der Firma Weiss diesen vorstellen und das Für und Wider erwägen.

Natürlich war wichtig, dass unser vorgeschlagener Grundriss im preislichen Rahmen des Vertrags bleibt und keine fachlichen Aspekte gegen die Änderungen sprechen. Da keine Bedenken hinsichtlich unseres eigenen Entwurfes bestanden, haben wir uns aus den bereits im letzten Blog erwähnten Gründen für unseren  eigenen Entwurf entschieden.

Damit war die wichtigste Entscheidung schon mal getroffen. Danach wurden Fenster, die Hauseingangstüren und Innentüren, Sims etc. ausgewählt mit Ausschnitt und Farbe, Dachziegel bemustert und ausgewählt.  Hier hatten wir keine besonderen Anforderungen und waren mit dem Standard vollkommen zufrieden. Bei den Innentüren haben wir sogar für die etwas preisgünstigere Variante entschieden.

Einige Türen sollen mit Glasausschnitt sein. Hierfür werden wir noch die Zahlen genannte bekommen und dann entscheiden wir, wie viel dieser Türen wir einbauen wollen. Ebenfalls haben wir uns dazu entschieden das Vordach mit Seitenwand zu wählen, da wir unsere KFW 40 Wand nicht über die Installation eines separaten Eingangsüberdachung beschädigen wollen.

Alles in allem schien das ein erfolgreicher Termin gewesen zu sein. Im Nachhinein müssen wir allerdings sagen, dass es schöner gewesen wäöre, wenn die folgende Punkt bereits Erwähnung gefunden hätten:

  • Durch den Grundriss und das Pultdach entstand eine sehr hohe Decke im Obergeschoss. Entsprechend werden natürlich auch die Wände höher. Wir wurden allerdings nicht darauf hingewiesen, dass alles an Wand über 2,5 m dann einen erheblichen Mehrpreis kostet.
  • Grundsätzlich musste der neue Grundriss neu kalkuliert werden, was zusätzliche Kosten brachte.
  • Das Thema Lärmschutz wäre wichtig gewesen.
  • Die Fensterplanung war für uns eigentlich schnell erledigt. Dass es so etwas wie Fluchtfenster und Anleiterflächen benötigt, wurde uns damals nicht mitgeteilt. Das kam dann erst heraus, als wir die Vorabzugspläne vorliegen hatten.
  • Der Technikraum war von vorn herein recht knapp geplant. Hier hätten wir erwartet, dass wir nicht nur eine Aussage erhalten, wie groß dieser in der Regel zu sein hat, sondern dass zunächst geklärt werden sollte, was denn alles zu den normalen Hausanschlüssen hinein geplant werden muss: Wärmepumpe inkl. Lüftungsanlage, Entkalkungsanlage, Wechselrichter für die PV-Anlage, Wäschetrockner, Kühltruhe und nicht zuletzt noch Reserve für einen Stromspeicher der nachgerüstet werden würde. Damit sind die „normalen“ 8-10 m² nämlich doch recht knapp kalkuliert.
  • Zusätzliche Kosten aufgrund der eigenen Planung hätten hier durch den Architekten bereits angesprochen werden müssen, insbesondere wenn nach Mehrkosten durch uns gefragt wird.